Paeonien
P. lactiflora und
P. Hybriden
Blütentypen, Blütezeit und Kulturanleitung
Blütentypen
Insgesamt gibt es 5 verschiedene Blütentypen:
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1. einfache Blüte |
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Diese besitzen 5 -8 Blütenblätter, die gleichmäßig einreihig um ein Büschel von echten Staubgefäßen angeordnet sind. |
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2. japanische Blüte |
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Mit diesem Typ beginnt sich die einfache Form zu verändern
und sich der gefüllten Form zu nähern. |
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3. anemonenförmige Blüte |
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Bei diesem Typ stehen fünf oder mehr Petalen in einer oder mehreren Reihen. Die Staubblätter sind völlig un kurze, verschieden breite Blütenblätter (Petaloiden) umgewandelt. Die Petaloiden sind an den Rändern meist aufgespalten. |
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4. halbgefüllte Blüte |
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Die meist duftenden Blüten haben fünf oder mehr äußere Petalen und ein Zentrum aus unregelmäßig breiten Petaloiden, gemischt mit pollentragenden Staubgefäßen, die manchmal im Zentrum zudsammenstehen oder sich zwischen den Petaloiden zeigen. Manchmal ragen aus den Petaloiden Büschel breiter Blütenblätter heraus. |
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5. gefüllte Blüte |
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Gefüllte Paeonien haben meist einen sehr guten Duft. Sie
haben fünf oder mehr äußere Blütenblätter
und ein großes Zentrum, bestehend aus Staubblättern und
Fruchtblättern, die völlig (selten nur teilweise) in Blütenblätter
umgewandelt sind. Die aus Staubblättern hervorgegangenen Petalen
können länger sein, als die äußeren Blütenblätter.
Oft haben die äußeren Blütenblätter eine andere
Farbe als die Petaloiden. Kronblütige Typen haben Blüten
bei denen sich die umgewandelten Fruchtblätter von denen der
Staubblätter deutlich unterscheiden. Die Petaloisden, die aus
den Staubblätern hervorgegangen sind, gleichen den äußeren
Blütenblättern. |
Graphiken der Blütenformen aus dem Buch: "Päonien. Pfingstrosen" von Reinhilde Frank
Sie ist zeitlich abgestuft und beginnt mit den frühesten
Paeonien Ende April und erstreckt sich mit den spätesten Sorten bis Ende
Juni. Dies gilt natürlich für normale Jahre. In einem ahr, wie siesem
(2001), das ein ungewöhnlich kaltes und nasses Frühjahr hatte, verschieben
sich die Zeiten nach hinten.
Die Staudenpaeonien-Hybriden beginnen mit der
Blüte normalerweise in der letzten Aprilwoche, die spätesten blühen
noch Anfang Juni.
Die Paeoia-Lactiflor-Hybriden mit einfachen Blüten
und mit japanischen Blüten blühen in der Zeit zwischen dem 10. Mai
und dem 20. Juni.
Die Paeonia-Lactiflor-ybriden mit gefüllten Blüten
öffnen sich Mitte Mai und die Spätesten blühen noch Ende Juni.
Pflanzzeit:
Paeonien haben einen Vegetationszyklus, der von anderen Pflanzen
abweicht. Bereits Ende Juli/Anfang August ist das Wachstum einer Paeonie praktisch
abgeschlossen. Man stellt keinerlei Wachstumsentwicklung mehr fest. Auch die
Samenreife fällt mit dem Ende des Zyklusses zusammen, etwa dem 15. August.
Ende
Oktober beginnt die Paeonie mit dem neuen Wachstumszyklus. Die Knospen beginnen
zu schwellen, um die Blattentwicklung des nächsten Jahres einzuleiten.
Deshalb
liegt die beste Pflanzzeit für Paeonien zwischen Ende August und Ende Oktober.
Nach diesem Termin wachsen die Pfingstrosen schlechter an. Es kann auch noch
bis Mitte März gepflanzt werden, allerdings wird der Trieb imm ersten Jahr
schwächer sein.
Standort:
Staudenpaeonien sind robuste, langlebige Pflanzen, wenn man
sie ungestört wachsen läßt. Versetzen verübelt die
Pflanze meist mit schlechtem Wachstum und mit einem längeren Blütenausfall.
Deshalb ist die Wahl des richtigen und entgültigen Platzes sehr wichtig.
Pfingstrosen benötigen einen vollsonnigen Platz, der kurzzeitig beschattet
sein darf.
Sie lieben einen tiefgründigen, fruchtbaren Lehmboden. Gegen Staunässe sind Pfingstrosen
sehr empfindlich. In Sandboden entwickeln die Paeonien mehr Laub und weniger
Blüten. In Lehmboden wachsen die Pflanzen zwar langsamer, entwicklen aber
kräftigere Stengel und prächtigere Blüten.
Pflanzung:
Pfingstrosen benötigen einen Pflanzabstand von 100 bis
120 cm.
Das Pflanzloch muß gut vorbereitet und groß genug sein.
Bei der Größe orientiert man sich an Pflanzlöcher für Bäume,
auch wen dies etwas seltsam aussieht. Das Loch sollte ungefähr 60 cm tief
sein. Bei sehr schweren Böden ist eine Drainageschicht
aus Kies in 50 - 60 cm Tiefe von Vorteil. Die unterste Erdschicht wird mit gutem Kompost und
Knochenmehl oder Hornspänen vermischt. Dabei ist zu beachten, daßdie
Wurzeln nicht mit dem Dünger in Berührung kommen. Sehr wichtig ist
das richtige Einsetzen. Die jungen, roten Triebe dürfen keinesfalls abbrechen
und sollen höchstens 3 bis 5 cm unter der Erdoberfläche liegen. Tieferes
Einsetzen verursacht oft einen kümmerlichen Wuchs und ist meistens die
Ursache, wenn Paeonien die ersten Jahre überhaupt nicht blühen.
Bei
frich ausgehobenen Pflanzlöchern sollten die Wurzeln etwas höher eingesetzt
werden, und dann gut eingeschlämmt werden. Dabei sinkt dann das Bodenniveau
etwas ab und es muß nochmals Erde nachgefüllt werden. Anstelle des
Einschlämmens kann man auch das Pflanzloch einige Zeit vorher vorbereiten,
damit die Erde Zeit hat, sich zu setzen. Keinesfalls sollte eine Paeonie in lockerem
Boden in normaler Pflanztiefe eingesetzt werden. Die absinkende Erde läßt
die Wurzel absinken, und de Pflanze gelangt viel zu tief in den Boden.
Zum
Einpflanzen eignen sich am besten die Hände, um die lockere Erde vorsichtig zwischen
den Wurzeln zu verteilen. Dann wird die Erde mit den Füßen
vorsichtig angetreten und die Pflanze gegossen.
Da eine frisch gepflanzte
Pfingstrose praktisch nicht zu erkennen ist, empfielt es sich, die Pflanzstelle
mit einem Stock zu kennzeichnen, damit im Frühjahr der rötliche Austrieb
nicht abgebrochen oder zertreten wird, was das Ende der Pflanze bedeuten
würde.
Im ersten Winter ist außerdem ein Winterschutz aus Laub
und Fichtenreisig wichtig, damit die noch nicht angewachsene Pflanze nicht vom
Frost aus dem Boden gedrückt wird. Beim Entfernen des Winterschutzes im
Frühjahr muß man daruaf achten, die frischen Triebe nicht abzubrechen.
Entwicklung und Pflege:
Ein charakteristisches Merkmal der Paeonie ist ihr langsames
Wachstum.
Im ersten Jahr nach der Pflanzung wird die Pfingstrose nur wenige
Stiele, oft nur einen einzigen, hervorbringen. Die Wuchshöhe dieser Tribe
entspricht noch nicht der entgültigen, ebenso, wie die Blüte häufig
noch nicht die typischen Sortenmerkmale zeigt. Die Blüte muß sofort
nach dem Verwelken entfernt werden, damit kein Samen ausgebildet wird.
Im
zweiten Jahr hat die Pflanze meist doppelt so viele und kräftigere Triebe.
Im dritten Jahr stellt sich meist ein normales Blühverhalten ein, aber
erst ab dem vierten Jahr wird die volle Blütenpracht erreicht.
Man
muß imer daran denken, daß Pfingstrosen 100 Jahre oder älter
werden können, um ihre Wachstumsgeschwindigkeit einschätzen zu können.
Während
des Frühjahrs und Sommers brauct die Pfingstrose keine aufwendige Pflege.
In einem trockenen Frühjahr ist von der Zeit des Austriebs bis zum Beginn
der Blüte auf ausreichende Wassergaben zu achten.
Viele Pfingstrosensorten
brauchen während der Blütezeit eine Stütze, damit ihre Blüten,
die sehr schwer werden können, nicht von Wind und Regen zuBoden gedrückt
werden. Wenn keine Samen benötigt werden, schneidet man die Blüten
nach dem Verwelken ab.
Ab Oktober müssen die Stiele und Blätter
bis 5 cm über dem Boden abgeschnitten werden. Das Laub sollte jedoch nicht
früher entfernt werden, da die Pflanze im Sommer die Blätter zum Ausbilden
neuer Augen benötigt.
Düngung:
Die Paeonie benötigt im Frühjahr (März/April)
eine Düngergabe, dies kann inForm von gut abgelagertem Kompost geschehen,
der leicht eingearbeitet wird.
Nach der Blüte im Juli kann man die Pflanzen
ein zweites Mal mit einem Voll- oder Naturdünger düngen. Dünger
mit einem hohen Stickstoffgehalt sollten vermieden werden. Um Verbrennungen
zu vermeiden, dürfen die Düngergaben nicht unmittelbar an der Pflanze
ausebracht werden. Man sollte ienen Mindestabstand von 10 cm einhalten und den
Dünger leicht in den Boden einarbeiten.
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