Clematis
Wildformen und Hybriden

Schnittgruppen und Kulturanleitung

 

 Schnittgruppen und Klasseneinteilung

Insgesamt gibt es drei verschiedene Schnittgruppen:

Schnittgruppe 1:
Hauptblütezeit im Mai/Juni)

Florida- und Patens- Hybride

Diese Soten legen ihre Blütenknospen im Sommr des Vporjahres an und ihre Blüten entwickeln sich an kurzen Blütenstielen direkt aus Blattachseln der vorjährigen Zweige. Gegen Ende der Hauptblütezeit werden neue Triebe gebildet, an denensich (allerdings in geringem Umfang) Blüten entwickeln.
Der regelmäßige Schnitt beschränkt sich auf das Entfernen abgestorbener Zweige nach dem Ende der Hauptblüte.
Ein starker Rückschnitt  nach der Blüte ist möglich, wenn die Pflanze sehr verkahlt ist, allerdings wird die darauffolgende Blüte nur schwach sein.

Schnittgruppe 2:
Hauptblütezeit im Juli

Lanuginosa Gruppe

Der Hauptflor dieser Gruppe entsteht im Frühsommer an kurzen Seientrieben der vorjährigen Zweige. Im Gegensatz zur Gruppe 1 werden hier aber gleich vom Frühjahr an neue Triebe gebildet, die die Blüte bis zum Herbst fortsetzen (jedoch meist mit kleineren Blüten)
Diese Gruppe wird leicht zurückgeschnitten. Es ist jedoch auch ein stärkerer Rückschnitt möglich, jedoch fällt die Frühjahrsblüte dann aus. Es empfiehlt sich, diese Gruppe alle 4 - 5 Jahre stark zurückzuschneiden, um ein Vergreisen zu verhindern.

Schnittgruppe 3:
Hauptblütezeit im Sommer/Herbst

Jackmanii- und Viticella-Gruppe

Bei dieser Gruppe entstehen die Blüten im Sommer und Herbst ausschließlich an diesjährigen Trieben.
Im Nachwinter werden alle Triebe ca 20 - 50 cm über dem Boden zurückgeschnitten.

 

Klasseneinteilung der großblumigen Hybriden

Gruppe

Blüten entstehen

Blütenverteilung

Blütezeit

Florida

an alten oder ausgereiften Trieben

einzeln und achselständig

(Mai) Juli - September

Jackmanii

an jungen Trieben

zahlreiche Blüten

(Juli) August - September

Lanuginosa

an kurzen Seitenzweigen alter und junger Triebe

einzelne, oft große Blüten

Juni - Juli, bis Oktober nachblühend

Patens

an alten oder ausgereiften Trieben

einzeln und endständig

(Mai) Juni - September

Texensis

an jungen Trieben

sehr zahlreiche Blüten

Juli - September

Viticella

an jungen Trieben

sehr zahlreiche Blüten

Juli - September (Oktober)

 

 Kulturanleitung

Pflanzplatz
Waldreben wachsen an ihrem natürlichen Standort überwiegend an Waldrändern, in Gebüschgruppen und Hecken. Sie sind also an das Zusammenleben mit Sträuchern gewöhnt.
Sie entwickeln sich dann am besten, wenn ihr Wurzelbereich im kühlen Schatten wachsen kann, der Rest der Pflanze aber in der Sonne oder im Halbschatten steht. Außerdem muß der oden eine ausreichende Menga#e an Wasser zur Verfügung haben. Waldreben an Mauern oder Fassaden wachsen am besten an West- oder Ostseiten. Südseiten sind meist zu heiß, Nordseiten zu kalt.

Clematis mögen durchlässige, nährstoffreiche, leicht alkalische, frische Lehmböden. Ungeeignetsind schwere Lehmböden, trockene Böden und Staunässe.

Pflanzung
Die beste Pflanzzeit für Clematis ist August bis Oktober. Die Pfanze kann an ihrem neuen Standort sofort neue Wurzeln bilden und geht mit einer großen Wurzelmenge in die Winterruhe.
Vor dem Pflanzen wird der Ballen durchdringend gewässert.
Die Pflanze wird so tief gepflanzt, daß der Wurzelansatz ca 15 cm unter der Erdoberfläche zu liegen kommt. Die Erde schützt so die unteren Augenpaare, die austreiben, sollte der Rest der flanze beschädigt  werden.
Nach dem Pflanzen wird die Pflanze angegossen und danach die Pflanzstelle mit organischem Material abgedeckt. Zum Beschatten der Wurzeln können niedrige Stauden gepflanzt werden.
Außerdem ist ein Pflanzschnitt wichtig. Dazu wird die Pflanze (unabhängig von der Schnittgruppe) auf ca 30 cm zurückgeschnitten, damit sie sich im ersten ahr nach der Pflanzung ausreichend verzweigt.
 

 Pflege

Nach der Pflanzung ist eine sehr gute Wasser- und Nährstoffversorgung das allerwichtigste.
Auch ein bedeckter Boden kann sehr schnell austrocknen. Des gilt vor allem für Clematis, die an Hauswänden und im Wurzelbereich von Bäumen und Sträuchern wachsen. Der Boden sollte stets gut mit Wasser versorgt sein, deshalb ist eine zusätzliche bewässerung vor allem im Frühjahr und im Sommer unerläßlich.
Die Düngung der Clematis ist mit organischen oder mineralischen Düngern möglich. Es ist vor allem darauf zu achen, daß stickstoffbetonter Dünger nicht vor Mai und nach dem August ausgebracht wird. Eine zu späte Verabreichung vo zu viel Stickstoff führt zu einem verlängertem Triebwachstum. Diese schlecht ausgereifte Triebe sind allerdings sehr frostempfindlich.

  

 

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